Vaddi

Die Sehnsucht schlägt

Die Sehnsucht schlägt
an jenen Felsen,

vermischt sich
mit dem Meer
der Tränen

und Ich
hilflos
mitgerissen

schlage
an
den Felsen

schlage
an
Dich

und

Zerbreche
an Dir.

Vaddi

November ist

November ist der erste Schnee,
der hinab vom Himmel fällt;
das ist Honig in den Tee
und eine bunt gefärbte Welt.
Bunt getaucht, in welkes Laub
das um unsre Füße tanzt,
seh dich lachen und ich glaub,
du hast es mir ins Herz gepflanzt.

November ist dein Schal im Wind,
auch Kastanien und Nüsse,
ist ein Drachen mit dem Kind,
vom Regen breite Rinnsteinflüsse.
Auf diesen Strom ein Schiff gesetzt,
filigran ganz aus Papier,
seh ihm nach und hoffe jetzt,
es kommt gut an,
bei dir.

Vaddi

Prima Wort

Ich lieb dich, ist ein prima Wort
ich mag dich, vielleicht auch,
Das eine spricht das Herzen,
das andere der Bauch.
Beides ist, kompakt geschildert,
im Kopf des Liebenden bebildert.
So denk er immerfort an sie,
lässt die Gedanken reisen
und das Herz, ganz ohne Groll,
tut ihm im Bauche kreisen.
So denkt er :
"Es gibt kein Glück auf Erden,
als solcherlei Beschwerden"

Vaddi

Schmerz

Wenn der Schmerz entweicht
aus meinem Körper
und meine Hände wieder fühlen,
dich
wie du einfließt
und ihnen den Halt gibst
den sie täglich zu ergreifen
hoffen.

wenn der Sinn entweicht
aus meinem Körper
und der Schmerz das Herz
betäubt
so macht nur noch eines
Sinn
Das Greifen meiner Hände
nach Dir

Vaddi

Gefallener Engel

Am Boden zerschellt
um zu leben

In der Brandung zerborsten
um zu atmen

Das Herz ausgeblutet
um frei zu sein

Der Blick gebrochen
um zu täuschen

aber dennoch
kann er dich
nicht verleugnen.

Vaddi

Es ist nichts ohne Liebe

Das Blatt im Herbst,
bunt aber spröde fällt es,
vom Winde geleitet, zu Boden .
Die Ruhe die in den Dingen liegt,
in jenen Tagen.
Die Ruhe die mich umgibt
in diesen Tagen.
Und mit der Ruhe kommt die Erinnerung,
so manches Blatt ist schon gefallen,
jedoch die Erinnerung, fällt nicht.
Vielleicht mag es Zeiten geben ,
an denen sie verblasst,
jedoch der Herbst mit seinen Farben,
malt sie erneut.
Es ist nichts ohne Liebe hast du gesagt.
Es ist nichts ohne dich erwiderte ich.
Und du lachtest
und warfst den Arm um mich.

Der Wind trug dich fort.
Im Herbst
Und wieder ist ein Jahr vorrüber.
Seh die Bl�tter fallen.
Der Wind, er zerrt an mir.
Habe dich im Herzen.
Dich entreisst er nicht.

Ich weiß
Es ist nichts ohne Liebe.

Vaddi

Halt mich

Wenn ich drohe zu versinken,
in tiefer kalter Einsamkeit.
wenn des Todes Engel winken,
aus den Tälern meiner Dunkelheit.

Ich weiß dann oft nicht mehr wohin,
Verzweiflung packt mich fest am Schopf.
Wer weiß schon wie ich wirklich bin.
Reicht eine Kugel in den Kopf?

Doch eh ich vollends untergehe,
keimt ein Gedanke wie ein Licht.
Ich reiss die Arme in die H�he,
heb meinen Kopf seh dein Gesicht.

Es schaut mich gnädig lächelnd an.
Und deine Hände deine warmen,
packen feste zu und dann,
lieg ich in deinen starken Armen.

Und aller Schrecken dieser Welt,
wird auf einmal nichtig klein.
Bis auf den Arm der mich nun h�lt,
gilt fast nichts mehr, nur du allein.

Und ich lass mich in dich fallen,
richte das Wort nochmal an dich,
"Laß mich niemals auf den Boden prallen,
pack mich fest und ...."
"Halte mich!"

Vaddi

Herzschläge

Jeder Schlag dieses Etwas,
was ich Herzen schimpfe.
Jeder Schlag, den ich spüre,
bis in die Eingeweide.
Tiefer noch.
Bis hinab zu den Trümmern,
meiner Seele.
Jeder Schlag
läßt mich wissen,
daß ich liebe.

Warum also
fehlen mir die Worte?
Die Dir helfen,
daß auch Du
sie hörst ?

Vaddi

Mondgedanken

Laß uns
den Wind reiten,
heut Nacht.

Auf daß
wir werden eins,
mit dem Licht
des Mondes.

Auf daß
wir werden eins,
mit uns.

Auf daß
wir scheinen,
wie das Licht
des Mondes.

Vaddi

 

Avalanchas lyrische Reise - Gedichte, Geschichten, Aphorismen, Haiku